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Privatpraxis für Akupunktur
Dr. Ute Danzl
Kapuzinerstr. 25a
92665 Altenstadt / WN
09602/615353
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Information zur Akupunktur:
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Was ist Akupunktur?
Die Reizung von Akupunkturpunkten ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden.
Akupunkturpunkte liegen auf der Körperoberfläche an genau festgelegten Punkten.
Diese Akupunkturpunkte liegen alle auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet. In ihnen kreist nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie mit ihren Anteilen YIN und YANG. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole, wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Sticht man Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur, außerdem kann man sie auch durch Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Laserstrahlen, oder auch durch Druck mit dem Finger oder mit einem Stift (Akupressur) reizen.
Betrachtet man auf einer Akupunkturtafel die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen, wird verständlich, dass auch z.B. fern vom Ort eines Schmerzgeschehens gelegene Akupunkturpunkte in der Behandlung eine Rolle spielen können. Denn häufig muss der Arzt energetisch den gesamten Meridian als Funktionskreis stabilisieren (- und nicht nur eine kleine lokale Stelle), um wirkungsvoll eine Krankheit zu bekämpfen.
Das Einstechen der dünnen Akupunkturnadeln verursacht einen kaum spürbaren Schmerz.
Manche Menschen erschrecken bei dem Gedanken, dass Nadeln in ihre Haut eingestochen werden sollen. Üblicherweise verwenden die meisten Akupunkturärzte aber sehr feine Nadeln, daher ist eine Akupunkturbehandlung gut zu ertragen. Der geringe Schmerz beim Einstich einer Akupunkturnadel ist vergleichsweise viel schwächer als derjenige, wenn der Arzt eine Spritze gibt. Auch Kinder ab ca. 8 Jahren können mit Akupunktur behandelt werden. Dafür verwendet man spezielle, ganz besonders dünne Nadeln. Bei noch jüngeren Kindern kommt der völlig schmerzfreie Akupunkturlaser zum Einsatz.
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Was ist Ohrakupunktur?
Der französische Arzt Dr. Paul Nogier entdeckte und entwickelte vor etwa 50 Jahren die Ohrakupunktur. Die Ohroberfläche bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind.
Ohrakupunktur hilft, Ursachen für Beschwerden zu erkennen:
Die Untersuchung der Ohrreflexzonen erlaubt eine genaue Aussage darüber, wo Schmerzen bestehen oder welche Organe des Körpers bei unklaren Beschwerden betroffen sind. Außerdem kann man weitere Störungen im Körper ausfindig machen, die einen Heilungsprozess verzögern oder sogar ganz verhindern können. Dies sind die sogenannten Störfelder, die auf den ersten Blick mit dem eigentlichen Krankheitsgeschehen nichts zu tun haben und von denen der Patient oftmals nichts merkt. Diese Störfelder können jedoch so negativ auf den Körper wirken, dass er eher bereit ist zu erkranken. Auch eine schon bestehende Krankheit wird daran "gehindert", auf die üblichen Therapien zu reagieren. Dem Körper gelingt es nicht, eine Krankheit zu überwinden.
Solche Störfelder können zum Beispiel sein:
- tote oder eitrige Zähne
- chronisch entzündete Kieferhöhlen
- entzündete Mandeln
- sonstige Entzündungen
- Narben
Jede Narbe kann zum Störfeld werden - muss aber nicht - stören. Durch die Untersuchung der Ohrreflexzonen ist es dem Arzt möglich, genau festzustellen, ob und welche Narbe zum Störherd geworden ist. Er kann auch erkennen, ob vielleicht irgendwo im Körper eine Entzündung oder eine Giftbelastung vorliegt (z.B. Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen). Ohne die Mitbehandlung eines vorhandenen Störfeldes ist auf Dauer eine erfolgreiche Heilung nicht möglich.
Die Untersuchung erfolgt durch Messung von Spannungsdifferenzen an der Ohroberfläche. Ohrmuschel ist sozusagen ein körpereigenes Diagnosezentrum, weil die Korrespondenzpunkte von Körperteilen und Organen am Ohr nur dann nachweisbar werden, wenn an der fraglichen Stelle eine Störung vorliegt. Ist also auf der Ohrmuschel z.B. der Leberpunkt elektrisch verändert, dann bedeutet dies eine Störung im Bereich der Leber.
Ohrakupunktur ist wegen der kurzen Reflexwege besonders wirksam.
Die Behandlung geschieht durch Stechen von Nadeln oder Dauernadeln in die notwendigen Punkte am Ohr, gegebenenfalls zusätzlich am Körper. Alle Reize oder Signale, die durch Ohr-Akupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den zugehörigen Körperteilen, die diese Kommandos, eben weil sie vom Gehirn kommen, strikt befolgen. Die Ohr-Akupunktur bedient sich also stets der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns. Aufgrund der kurzen Reflexwege zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns ist die Ohrakupunktur nach Ansicht chinesischer, russischer und deutscher Forscher besonders wirksam bei Schmerzzuständen.
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Welche Krankheiten sind mit Akupunktur heilbar?
Wichtig für Sie:
Akupunktur ist für viele Leiden des täglichen Lebens geeignet,vor allem bei Schmerzproblemen.
Behandelt werden können durch Ohr- bzw. durch Klassische Chinesische Akupunktur vor allem Erkrankungen, die auf eine gestörte Organfunktion zurückzuführen sind. Bei zerstörten Strukturen, z.B. starker Arthrose, kann die Akupunktur nur noch eine Linderung bewirken. So wenig die Akupunktur Gallen- oder Nierensteine auflösen kann, so wenig vermag sie Knochenbrüche zu heilen. Nach einer Operation kann sie jedoch die Schmerzen nehmen und den Heilungsprozess unterstützen.
Notfallmäßig kann akupunktiert werden bei Herzschmerzen, Gallenkoliken, Nierenkoliken, Zahnschmerzen, Asthmaanfällen - aber nur zusätzlich zur üblichen schulmedizinischen Behandlung.
Akupunktur kann man mit sehr gutem Erfolg bei folgenden Indikationen einsetzen:
Anästhesie
- Beruhigung zur Narkosevorbereitung
- Einsparung von Narkosemitteln
- Reduzierung des postoperativen Erbrechens
- Schmerzen nach Operationen
Augenerkrankungen
- Allergien
- Entzündungen:
- Augenlid, Bindehaut, Netzhaut,
- Regenbogenhaut
Bronchial- und Lungenerkrankungen
- Allergien
- Asthma
- Erkrankungen des Bronchialsystems
- Lungenentzündung (besonders deren Folgen)
Gynäkologische Erkrankungen
- Brüste, Eierstock, Eileiter, Gebärmutter
- Entzündungen
- Migräne (hormonell bedingt)
- Reizblase
- Schwangerschaft/Geburt:
- Schwangerschaftsbeschwerden (Essstörungen, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen),
- Nikotinentwöhnung in der Schwangerschaft,
- Beeinflussung von pathologischen Kindslagen (z.B. Beckenendlage),
- Geburtsvorbereitung, -einleitung, -erleichterung, Milchbildungsstörung,
- Schmerzen durch Hämorrhoiden,
- Dammschnitt, Kaiserschnitt, Nachwehen
- Störungen:
- Fruchtbarkeit, Libido,
- Menstruation (Regulation, Schmerzen), Wechseljahre/Menopause
Hauterkrankungen
- Allergien
- Ekzeme
- Geschwüre
- Neurodermitis
- Schuppenflechte
- Wunden (schlecht heilende)
HNO-Erkrankungen
- Allergien, z.B. Heuschnupfen
- Abwehrschwächen:
- Chronische Entzündungen (Mandeln, Mittelohr, Nasennebenhöhlen)
- Erkältungen
- Gesichtsnervenlähmung (Facialisparese u.a.)
- Hörsturz/Tinnitus
- Reisekrankheit
- Schwindel
Kinderkrankheiten
- Allergien
- Asthma
- Ekzeme, Neurodermitis
- Infektanfälligkeit/Entzündungen:
- Schnupfen, Husten, Mandeln,
- Nasennebenhöhlen, Ohren, Blase
- Schlafstörungen
Magen-Darm-Erkrankungen
- Aufstoßen, Schluckauf, Sodbrennen
- Durchfall
- Erbrechen, Übelkeit
- Gallenblasen-, Gallenwegsentzündungen
- Verstopfung
Neurologische Erkrankungen
- Kopfschmerzen, Migräne
- Neuralgien
- Phantomschmerz
- Polyneuropathie
- Schmerzen (z.B. nach Gürtelrose)
- Trigeminusneuralgie
- Vegetative Funktionsstörungen
Orthopädische Erkrankungen
- Beschwerden / Entzündungen / Schmerzen: Gelenke (akut und chronisch),
- Muskelnverspannungen
- Rheuma
- Wirbelsäule:
- Skoliose
- Schiefhals
- Bandscheiben,
- Nervenwurzelreizung („Hexenschuss“)
Psychische Erkrankungen
- Depressive Verstimmungen
- Erschöpfungszustände
- Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Übergewicht
- Psychovegetative und psychosomatische Erkrankungen
- Schlafstörungen
- Suchtbehandlung: Alkohol, Drogen, Nikotin, Tabletten
- Unruhezustände
Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen
- Amalgamsanierung
- Herpes, Aphten
- Zahnschmerz
Sonstige Indikationen
- Störungen der Immunabwehr
Die Akupunktur ist heute in der Medizin als Therapieform weitgehend anerkannt. Ihre Wirksamkeit wird auch von kritischen Geistern nicht mehr bestritten. Eine internationale Expertenkommission hat im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Liste von Krankheitsbildern veröffentlicht, für welche die Behandlung mit Akupunktur empfohlen wird. Aus dieser Liste, die insgesamt mehr als 40 Krankheitsbilder umfasst, sollen hier nur die wichtigsten genannt werden:
- Allergien
- Migräne
- Hexenschuss
- Ischialgien
- rheumatische Beschwerden
- Schulter-Arm-Syndrom
- Zahnschmerzen
- Heuschnupfen
- chronischer Schnupfen
- chronischer Husten
- akute Bronchitis
- Bronchialasthma
- Menstruationskopfschmerz
- Fertilitätsstörung bei Frauen
Auch der bei Einleitung der Sanften Geburt und bei der Entgiftungstherapie wird die kupunktur zumindest als begleitende Maßnahme empfohlen.
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Erfolgsaussichten der Akupunktur?
Eine spezielle Akupunktur-Untersuchung beim Akupunkturarzt ist notwendig.
Der Arzt wird in der Regel nach einem ausführlichen ärztlichen Gespräch (Anamnese) einer speziellen Untersuchung (Diagnostik mit Hilfe von Methoden der Akupunktur) die Erfolgsaussichten beurteilen.
Manche Kranke empfinden nach der Akupunktur sofort Erleichterung, andere brauchen Tage dazu. Üblicherweise benötigt man etwa vier oder fünf Behandlungen, im Abstand von etwa einer Woche (bei Ohrakupunktur), bevor eine Besserung verspürt wird. Es gibt Patienten, die bemerken so etwas wie eine schwebende Leichtigkeit, nach einer Behandlung, und fast alle fühlen sich danach sehr entspannt.
Sowohl die Ohr- als auch die Körperakupunktur sind sehr wirkungsvolle Behandlungsformen, die, wenn sie von geschulten Ärzten durchgeführt werden, keine Risiken und Nebenwirkungen haben.
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Zahlen Krankenkassen die Akupunkturbehandlung?
Eine Akupunkturbehandlung kostet je nach Aufwand zwischen 25,- und 50,- Euro. Sie dauert meistens 30-45 Minuten.
Für einige wenige Indikationen z.B. Kniegelenksbeschwerden übernehmen einige gesetzlichen Krankenkassen bei bestimmten Akupunkturärzten die Kosten.
Die privaten Krankenversicherungen sind laut Urteil des Bundesgerichtshofes (Aktenzeichen: IV ZR 135/92) zumindest immer dann verpflichtet, die "Alternative Medizin" zu bezahlen, wenn die sogenannte Schulmedizin erfolglos geblieben ist und es sich um eine Schmerztherapie handelt. Eine vorherige Anfrage zwecks Kostenübernahme ist in jedem Fall anzuraten.
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Behandlung mit Dauernadeln
Dauernadeln bleiben nach dem Einstich für längere Zeit (meist für mehrere Tage) im Körper des Patienten und sorgen so für eine permanente Akupunkturwirkung:
Ohrdauernadeln bestehen aus einem kleinen Metall-Zylinder, an dessen Ende sich auf einem Stahlstift ein kegelförmiger Aufsatz befindet. Der Zylinder wird mit einem Kunststoff-Injektor gegen das Ohr gedrückt. Der Aufsatz presst sich dabei in das Ohr und verbleibt dort durch einen Widerhaken-Effekt. Der Arzt muss die Nadel zusätzlich durch ein Pflaster fixieren. Bei unsachgemäßer Handhabung kann es gelegentlich zu Entzündungen an der Eindrückstelle kommen.
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Akupunktur bei Migräne
Tabletten sind keine Lösung
Kennen Sie das? Qualvolles, Stechen und Pochen an den Schläfen, im Nacken, hinter den Augen. Licht und Geräusche verstärken die Pein. Es ist Ihnen speiübel. Sie würden alles darum geben, wenn diese Marter zu Ende wäre? - Migränepatienten leiden oft ein Leben lang, stets auf der Suche nach dem erlösenden Mittel oder nach einem Arzt, der ihnen hilft.
Die Akupunktur - heute bereits von vielen Ärzten mit spezieller Zusatzausbildung praktiziert - kann bei der Behandlung der Migräne besonders gute Erfolge aufweisen.
Gerhard Banz (Name von der Redaktion geändert), 46 Jahre alt, arbeitet als Disponent in einem kleinen badischen
Familienbetrieb. Er verdient gut, wohnt in einem hübschen Reihenhäuschen mit Garten und führt mit Frau, drei Kindern, Hund und Katze ein glückliches Familienleben. Kurzum, alles könnte perfekt sein, wären da nicht die furchtbaren Kopfschmerzen, von denen Gerhard Banz zwei- bis dreimal im Monat heimgesucht wird. Er kennt diese Schmerzen seit seiner Jugend. Anfänglich traten sie nach dem Fußballspielen und nach anderen körperlichen Anstrengungen auf. Später trieb er kaum noch Sport, doch die ständigwiederkehrenden Schmerzen blieben ihm. Sein Hausarzt schickte ihn zu den verschiedensten Fachärzten. Mehrfach ließ er sich gründlich durchchecken. Gefunden wurde letztlich nichts. Die Diagnose lautete: Migräne.
Was ist Migräne?
Charakteristisch sind einseitige, heftige Kopfschmerzen, die von Übelkeit und Brechreiz sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet werden. Ein Migräneanfall kann unterschiedlich lang andauern. Bei manchen der Betroffenen sind die Schmerzen bereits nach vier Stunden verschwunden, bei anderen halten sie mehrere Tage an. Bei einigen Patienten kündigt sich ein Anfall durch die so genannte "Aura" an. In dieser, einige Minuten bis ungefähr eine Stunde dauernden Phase können Sehstörungen auftreten, die vom Flimmern vor den Augen bis zum vorübergehenden Ausfall der Sehkraft reichen.
Tabletten sind keine Lösung
Gerhard Banz bekämpfte seine Schmerzen mit den üblichen Migränemitteln. Er bemühte sich, einen bevorstehenden Anfall frühzeitig zu erkennen, weil die Tabletten nur halfen, wenn er sie einnahm, sobald er ein leichtes Ziehen im Nacken spürte. Oft waren die Schmerzen aber schon da, wenn er morgens aufwachte, und dann musste er sie wohl oder übel aushalten, bis sie von selbst wieder verschwanden.
Was sind die Auslöser?
Vom Nahrungsmittel bis zum
Wetter - die Palette der Migräneauslöser ist breit. Auch ein plötzlich verändertes Essverhalten, zum Beispiel eine Schlankheitsdiät oder das abrupte Absetzen von Kaffee, kann die Schmerzen bewirken. Hormonveränderungen kommen ebenfalls als Ursache in Frage. Deshalb beobachten viele Frauen, die unter Migräne leiden, einen Zusammenhang mit ihrer monatlichen Periode.
Wetterumschwünge und Klimawechsel als Ursache sind seltener als oft angenommen. Umfragen haben gezeigt, dass zwar jeder zweite Patient Luftdruckabfall, Wetterwechsel und Föhn für seine Anfälle verantwortlich macht. Aber die Auswertung der bei klinischen Reihenuntersuchungen von Patienten geführten "Schmerztagebücher" (Aufzeichnung der Patienten zu Art, Schwere und Häufigkeit sowie eventuellen Auslösern der Anfälle) kam zu dem Ergebnis, dass sich nur bei drei Prozent der Untersuchten ein Zusammenhang zwischen Migräne und Wetterlage herstellen ließ.
Schlafmangel, Stress, Ärger, Enttäuschungen, emotionale Ausnahmesituationen - das sind weitere Migräneauslöser. Aber auch Umweltreize wie Lärm, Kälte oder Zigarettenrauch können Ursache sein.
Der Körper fordert sein Recht
Interessant ist, dass bei einigen Betroffenen die Migräne selten in Stresssituationen auftritt. Gerade Menschen, die am Arbeitsplatz stark unter Druck stehen, bekommen die Schmerzen erst, wenn der Stress vorbei ist. Der Körper hält durch bis zum Ende der Hochleistungsphase. Am Wochenende aber, wenn die privaten Vorlieben, Familie und Freunde zu ihrem Recht kommen sollen und Erholung angesagt ist, gibt er nach. Dann entlädt sich die geballte, aufgestaute Anspannung, und die Migräne schlägt zu.
Lässt sich das Übel an der Wurzel packen?
Die Schulmedizin beschränkt sich in der Behandlung von Migränepatienten auf die Gabe verschiedenster Medikamente. Doch mit diesen lassen sich allenfalls die akuten Schmerzen lindern. Sie packen das Übel nicht an der Wurzel, das heißt, bei der nächsten Gelegenheit muss man wieder Tabletten schlucken oder sich eine Spritze geben lassen. Außerdem sind diese Medikamente oft mit Nebenwirkungen verbunden, beispielsweise mit Übelkeit und Erbrechen. Schlimmer noch: Heute ist bekannt, dass sie bei längerer Einnahme ihrerseits Kopfschmerzen auslösen oder verstärken können. Die Mediziner nennen das "Rebound-Effekt".
Mit Akupunktur die Migräne im Griff
Auch Gerhard Banz machte die Erfahrung, dass die ständige Tabletteneinnahme seine Kopfschmerzen im Endeffekt noch verschlimmerte. Schließlich hörte er davon, dass die Akupunktur bei Migräne helfen kann. Er ließ sich von einem Allgemeinmediziner behandeln, der eine Spezialausbildung in Akupunktur hatte. Die Therapie war erfolgreich. Die Migräneanfälle wurden immer seltener und blieben schließlich ganz aus.
Bei Migräne ist die positive Energie blockiert
Was der westliche Mediziner mit Durchblutungsstörungen im Gehirn im Gefolge heftiger Gefäßkrämpfe und anschließender Erschlaffung erklärt, ergänzt die chinesische Schule der Medizin aus ihrer Sicht durch eine mit den Jahrhunderten gereiften Theorie der Körpermeridiane: Nach dieser Vorstellung können immer wieder auftretende (chronische) Kopfschmerzen und Migräne auf einer Stauung des "Chi" oder "Qi" (sprich: schi) beruhen, also einer Blockade der positiven Lebensenergie, die über Kanäle oder Leitbahnen - eben besagte Meridiane - unseren Körper durchfließt. "Chi", das regulierende Gleichgewicht der entgegengesetzt wirkenden Kräfte Yin und Yang, gerät aus den Fugen - und mit ihm Gleichmut, Harmonie und Wohlbefinden des Körpers.
Was kann Akupunktur für Sie leisten?
Bei Kopfschmerzen, Übelkeit, Schweißausbrüchen und Muskelkrämpfen ist eine Akupunkturbehandlung besonders Erfolg versprechend. Der Körper entspannt wohltuend, und das Nervensystem wird wieder empfänglich für Heilung fördernde, positive Reize. Helfen kann die Behandlung aber nicht nur bei migränebedingtem Kopfschmerz. Auch bei Spannungs- und unfallbedingtem Kopfschmerz oder bei Bluthochdruck und Schlafstörungen leistet sie wertvolle Dienste.
Gute Erfolgsaussichten bei chronischen Schmerzen
Zwischen fünfzig und siebzig Prozent aller Patienten mit chronischen Schmerzen berichten nach einer Akupunkturbehandlung von spürbarer Verbesserung ihres Befindens, nicht wenige von dauerhafter Linderung oder Schmerzfreiheit. Bedenken Sie, dass sich die Wirkung der Therapie anfänglich zögernd und erst nach mehreren Sitzungen voll entfaltet!
Eine Faustregel besagt, dass bei Patienten mit chronischen Leiden spätestens nach der achten Behandlungssitzung eine deutliche Wirkung spürbar wird. Sie brauchen die Behandlung ohne entsprechende Heilerfolge nicht über die zehnte Woche hinaus
fortsetzen. Wie immer bei Gesundheitsfragen kommt es auch hier auf die kluge und umsichtige Wahl eines vertrauenswürdigen Spezialisten an.
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Akupunktur zur Unterstützung der Gewichtsreduktion
Akupunktur normalisiert den Appetit
Als süchtig gilt, wer sich so ausschließlich mit dem Suchtstoff beschäftigt, dass ihn dies an einem normalen Leben hindert. Bei Ess-Süchtigen kreisen die Gedanken unentwegt um die nächste Mahlzeit, um das Körpergewicht, um den Konflikt zwischen der Esslust und Schuldgefühlen darüber. Wer übermäßig isst, schluckt oft unangenehme Gefühle hinunter - Ängste, Ärger, Zurückweisung, innere Leere oder Wut über zu hohe Erwartungen seitens der Umwelt. Wie jede Sucht, so glaubt Monika B.s Psychotherapeut, ist auch unkontrolliertes Essen ein Ausdruck von Resignation, zugleich aber ein stummer Hilferuf: Holt mich ins Leben zurück! Als Monika B. erkannte, dass Essen für sie zum Ersatz für Leben wurde, suchte sie Hilfe - ein erster, wichtiger Schritt zur Genesung! Neben der Psychotherapie, in der sie nun lernt, Gefühle zuzulassen, anstatt sie in sich "hineinzufressen", normalisiert auch die Akupunktur Monika B.s krankhaftes Essverhalten. Die Nadeln dämpfen das Hungergefühl und helfen ihr, Appetit von echtem Hunger zu unterscheiden. Insgesamt fühlt sich Monika B. schon nach den ersten Behandlungen seelisch und körperlich viel ausgeglichener. "Nach jeder Akupunktur wird mein Hungergefühl ein bisschen schwächer!", sagt sie. Die Chancen, dass Monika B. ihren Esszwang unter Kontrolle bringen und dauerhaft abnehmen wird, sind gut: Durch die Akupunktur erhöhen sie sich gegenüber einer rein psychotherapeutischen Behandlung um etwa 30 Prozent.
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Akupunktur zur Unterstützung bei Raucherentwöhnung
Die Lust auf Zigaretten lässt nach
Sieht die westliche Medizin vor allem psychische Hintergründe im Suchtverhalten, so steckt aus chinesischer Sicht ein Mangel an Yin dahinter - am weiblichen Anteil der Qi (sprich: tschi) genannten Lebensenergie. Die fernöstliche Suchttherapie - meist eine Kombination aus Ohr- und Körperakupunktur - zielt daher auf eine Stärkung des Yin ab und zeigt speziell bei der Nikotinentwöhnung gute Erfolge: Bis zu 80 Prozent der Raucher bleiben nach einer Nadelbehandlung längere Zeit oder dauerhaft abstinent - ein klarer Vorsprung gegenüber anderen Methoden wie z. B. Nikotinpflastern. Fünf klassische Suchtpunkte am Ohr, ergänzt durch beruhigend wirkende Punkte am Körper, werden manuell oder elektrisch stimuliert. Der Effekt: Auf der Zunge entsteht ein pelziges Gefühl, das den Geschmack an der Zigarette verdirbt und das Rauchverlangen mindert. Die Anti-Nikotin-Nadeln stabilisieren zudem das vegetative Nervensystem und mildern so die gefürchteten, körperlichen Entzugssymptome: übermäßigen Appetit und Gewichtszunahme, Nervosität und Unruhe, Schweißausbrüche und Schlafstörungen - "chinesisch" gesehen alles Zeichen überbordender, männlicher Yang-Energie.
Für westliche Suchtexperten sind die Symptome ein biochemisches Phänomen: Das Rauchen oder Essen bewirkt im Gehirn, dass bestimmte Botenstoffe wie etwa Serotonin die Ausschüttung von "Glückshormonen" anregen - vor allem Endorphine werden vermehrt produziert. Das Suchtverhalten wird vom Gehirn also mit Glücksgefühlen belohnt. Lassen diese nach, verspüren Raucher oder Ess-Süchtige sofort ein starkes Verlangen nach einem neuen Kick. Der nächste Griff zur Schokolade oder zur Zigarette lässt nicht lange auf sich warten. Bleibt dieser längere Zeit aus, folgt statt Belohnung "Strafe", Entzugsymptome treten auf. Genau hier setzt die Akupunktur an. Studien zeigten, dass sie regulierend auf die biochemischen Prozesse im Gehirn einwirkt - Botenstoffe und Endorphine, Yin und Yang kommen so wieder ins Gleichgewicht.
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