Liebe Patientin, Lieber Patient, liebe Eltern,
wir möchten Sie informieren, damit ein Eingriff in Analgosedierung oder Narkose für Sie angenehm und mit größtmöglicher Sicherheit verläuft.
Gespräch mit dem Narkosearzt (Prämedikationsgespräch):
Ist bei Ihnen oder Ihrem Kind ein Eingriff in Narkose geplant, so vereinbaren Sie bitte mit unserer Praxisklinik für Anästhesie einen Gesprächstermin mit dem Narkosearzt (=Prämedikationsgespräch).
→ Haben Sie von Ihrem Operateur bereits einen „Informations- und Anamnesebogen zur Anästhesie“ bekommen, so lesen Sie diesen bitte zu Hause aufmerksam durch und bringen diesen dann ausgefüllt zum Narkosevorgespräch mit.
→ Haben Sie keinen Bogen erhalten so können Sie sich, wenn Sie möchten den benötigten Aufklärungsbogen auf dieser Internetseite als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken.
-> „Informations- und Anamnesebögen zur Narkose“
Das Prämedikationsgespräch dient zu Ihrer Information. Der Narkosearzt spricht mit Ihnen über Ihren Gesundheitszustand und legt dann mit Ihnen die Narkoseform und das individuelle
Vorgehen beim Ablauf der ambulanten Narkose fest. Der Narkosearzt erklärt Ihnen was Sie vor und nach dem Eingriff beachten sollten und bespricht mit Ihnen auch die Risiken der Narkose. Sind Voruntersuchungen durch Ihren Hausarzt nach Einschätzung des Narkosearztes nötig, so erhalten Sie einen Brief an den Hausarzt mit den nötigen Anforderungen. Sind noch Fragen zur Narkose offen geblieben, können Sie diese jetzt stellen. Am Ende des Aufklärungsgespräches wird Ihnen ein „Merkblatt zur ambulanten Anästhesie“ mitgegeben, in dem Sie nochmals alle wichtigen Punkte, die Sie beachten sollten, nachlesen können.
Voruntersuchungen:
Im Folgenden können Sie sich darüber informieren ob Sie Befunde von Voruntersuchungen am OP-Tag mitbringen müssen.
→ bei gesunden Kindern:
aus anästhesiologischer Sicht keine Voruntersuchungen nötig!
→ bei Erwachsenen:
aus anästhesiologischer Sicht keine Voruntersuchungen nötig!
→ Erwachsene ab dem 40. Lebensjahr:
Blutuntersuchung, EKG
Darüber hinaus benötigte Voruntersuchungen werden Ihnen beim Prämedikationsgespräch durch
den Anästhesisten mitgeteilt.
Ihr OP-Termin:
Ihr genauer OP-Termin wird Ihnen durch Ihren Operateur oder durch die Praxisklinik für
Anästhesie mitgeteilt.
- Bitte erscheinen Sie pünktlich. Wenn Sie sich verspäten muss die Operation möglicherweise abgesagt werden.
- Geben Sie umgehend Bescheid wenn seit dem Gespräch mit dem Narkosearzt eine Änderung des Gesundheitszustandes eingetreten ist ( z.B. Fieber, Husten, Erkältung).
- Geben Sie umgehend Bescheid, wenn sie Ihren Operationstermin nicht wahrnehmen können, weil Sie verhindert sind.
- Sollten Sie den OP-Termin unentschuldigt versäumen, sehen wir uns gezwungen, die ausgefallene OP-Zeit in Rechnung zu stellen, da die Bereitstellung, die Vorbereitungen und die Einrichtung des Narkoseplatzes einen erheblichen organisatorischen Aufwand und Kosten verursachen.
Nüchternheit:
Am Operationstag müssen Sie oder Ihr Kind unbedingt nüchtern erscheinen!
„Nüchtern“ – das bedeutet:
- mindestens 6 Stunden vor dem OP-Termin nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen, keinen Kaugummi kauen und auch kein Bonbon lutschen!
- bis 2 Stunden vor dem OP-Termin kann schluckweise (!) Tee oder Wasser getrunken werden!
Am OP-Tag mitzubringen:
Versichertenkarte:
- immer mitbringen – bei jedem Arztbesuch
Überweisung an die Anästhesie:
- wird bei allen Erwachsenen ab 18 Jahren benötigt
- bei zahnärztlichen Eingriffen muss die Überweisung an die Anästhesie vom Hausarzt ausgestellt werden (wird vom Patienten mitgebracht)
- bei Ärztlichen Eingriffen wird die Überweisung an die Anästhesie vom Operateur ausgestellt (wird vom Patient oder vom Operateur mitgebracht)
ausgefüllter „Informations- und Anamnesebogen zur Anästhesie“:
- Haben Sie einen Aufklärungsbogen zur Anästhesie von Ihrem Operateur erhalten, so bringen Sie diesen zum Prämedikationsgespräch mit (bitte sorgfältig durchlesen und ausfüllen).
- Hat kein Prämedikationsgespräch statt gefunden so bringen sie diesen Bogen ausgefüllt zu Ihrem Op-Termin mit.
- Haben Sie keinen Bogen erhalten so können Sie sich, wenn Sie möchten den benötigten Aufklärungsbogen auf dieser Internetseite als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken. -> „Informations- und Anamnesebögen zur Narkose“
- Ansonsten erhalten Sie von uns einen „Informations- und Anamnesebogen zur Anästhesie“ zum ausfüllen in unserer Praxis. (Bitte Lesebrille mitbringen)
Befunde der Voruntersuchungen:
- Befunde der durchgeführten Untersuchungen vom Hausarzt (z.B. Blutuntersuchung, EKG, …).
Gegebenenfalls eine Bescheinigung von Ihrem Haus- oder Zahnarzt:
- Bei Zahnarzteingriffen oder kieferchirurgischen Eingriffen ab dem 12. Lebensjahr benötigen Sie für die Kostenübernahme der Narkose durch die Krankenkassen eine Bescheinigung von Ihrem Haus- oder Zahnarzt aus der hervorgeht, dass für die zahnärztliche oder kieferchirurgische Behandlung eine Narkose notwendig ist.
Mögliche Begründungen könnten sein:
− Zahnarztphobie
− Angststörung
− Panikattacken
− extrem ausgeprägtem Würgereiz
− Hyperventilation in Stresssituationen
− erfolglose Behandlungsversuche in örtlicher Betäubung
− psychische Gründe
− Abszesse oder andere Entzündliche Prozesse
− …
Medikamente:
Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, wird Ihnen im Rahmen des Prämedikationsgespräches mitgeteilt ob Sie Ihre Medikamente wie gewohnt weiter einnehmen können oder ob Sie diese im Vorfeld oder am OP-Tag abzusetzen haben.
Im Allgemeinen gilt:
- Nehmen Sie, wenn nicht anders besprochen, Ihre Medikamente am OP-Tag wie gewohnt mit einem Schluck Wasser ein.
Ausnahmen:
- Diabetiker dürfen am OP-Tag wegen der Nüchternheit kein Insulin spritzen und auch keine zuckersenkenden Medikamente einnehmen.
- Präparate die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin®) dürfen 5-8 Tage vor dem
OP-Termin nicht mehr eingenommen werden (-> Rücksprache mit Operateur!)
Schmuck und Kleidung am OP-Tag:
- Tragen Sie am Tag Ihrer Operation keinerlei Schmuck (Schmuck bitte zu Hause ablegen)!
- Schminken Sie sich am Tag Ihrer Operation bitte nicht!
- Nagellack an den Finger- und Fußnägeln bitte entfernen!
- Tragen Sie lockere und bequeme Kleidung um sich das Anziehen nach der Operation zu erleichtern.
- Für kleine Kinder sollten Sie Ersatzwäsche und ggf. Windeln dabei haben.
- Am OP-Tag steht Ihnen ein absperrbarer Spind für Kleidung, Schlüssel und Geldbörse zur Verfügung. Bringen Sie jedoch trotzdem am OP-Tag keine Wertgegenstände und keine größeren Mengen Bargeld mit in unsere Praxis!
Abholung nach ambulanter Operation:
Nach der Narkose dürfen Sie selbst nicht nach Hause fahren oder alleine nach Hause gehen!
- Organisieren Sie bitte eine Begleitperson (Angehörige oder Freunde) zur Abholung!
- Ohne Begleitperson dürfen Sie unsere Praxis nach einer Narkose nicht verlassen! Lassen Sie sich deshalb direkt in unserer Praxisklinik für Anästhesie im 2. Stock abholen.
- Wir rufen bei Ihrer Abholung für Sie an wenn Sie entlassen werden können – teilen Sie uns dazu bitte die entsprechende Telefonnummer am OP-Tag mit.
- Gerne organisieren wir für Sie auch einen Taxitransport nach
Hause.
Hilfe für Zuhause nach dem Eingriff:
Nach der Narkose dürfen Sie zu Hause nicht alleine sein!
- Stellen Sie sicher dass in den ersten 24 Stunden nach der Narkose ständig eine Person zu Ihrer Hilfe und Betreuung anwesend ist.
- Kinder sollten in den ersten 24 Stunden nach der Narkose in der Wohnung bleiben und beaufsichtigt werden.
Was Sie nach einer ambulanten Narkose beachten müssen:
Nach dem Eingriff entlassen wir Sie (Ihr Kind) aus unserer Betreuung, wenn die Auswirkungen der Narkose weitgehend abgeklungen sind, Sie einen stabilen Kreislauf haben, sich gut fühlen und schmerzfrei sind.
In den ersten 24 Stunden nach der Narkose müssen Sie aber folgende Punkte beachten:
- nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen – auch nicht als Fußgänger!
- keine Maschinen bedienen
- keine wichtigen Entscheidungen treffen (z.B. Verträge abschließen, …)
- keinen Alkohol trinken (Wechselwirkungen mit Medikamenten der Narkose)
- Sie (Ihr Kind) können zu Hause nach belieben essen und trinken
- bei Schmerzen nehmen Sie die von uns für postoperative Anwendung verordneten/empfohlenen Schmerzmittel in der vorgeschriebenen Dosierung ein
- Benachrichtigen Sie den Anästhesisten oder den Operateur bei folgenden Anzeichen (auch
außerhalb der Sprechstunde):
- erschwerte Atmung
- Nachblutungen
- starke Kopfschmerzen
- Fieber (über 38,5 °C)
- Schüttelfrost
- auffallende Blässe
- außergewöhnliche Schmerzen
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